Auszeichnung & Zertifikat Tanzsport betonte Schule im Februar 2017

Warum Schulsport so wichtig ist

Der Schulsport gehört zu den Schulfächern, über deren Nutzen immer wieder diskutiert wird. So halten Kritiker ein paar Stunden Sport in der Woche in der Regel für nutzlos und plädieren für eine Abschaffung. Dabei kann Schulsport nicht nur für die körperliche Fitness einen großen Nutzen bringen, sondern auch Konzentration und Aufnahmefähigkeit unterstützen.

Aus wissenschaftlicher Sicht wäre jede Investition sinnvoll: „Es gibt eindeutige Belege dafür, dass regelmäßige körperliche Aktivität, vor allem koordinative Bewegungsaufgaben, eine Zunahme der Synapsen im Gehirn zur Folge hat“, sagt Helmut Altenberger, Ordinarius für Sportpädagogik an der Uni Augsburg, und fügt an: „Bis zum zwölften, 13. Lebensjahr bilden sich die Nervenbahnen im Gehirn aus, damit ist es in dem Alter besonders notwendig, regelmäßig Sport zu treiben.“ Mehr Sport fördere den Erfolg in Sprachen und den anderen Fächern – Gesundheit, Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit und Sozialverhalten obendrein.

Doch ganz anders sieht der Alltag Heranwachsender heute aus: Stunde um Stunde sitzend, in der Schule, bei Hausaufgaben, beim Lernen, am Computer. Freunde werden nicht mehr auf dem Bolzplatz, sondern im Chat getroffen. Die Folgen: Übergewicht, Haltungsschäden, Koordinationsstörungen, hat der Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht der Krupp-Stiftung festgestellt. Interessant auch ein Blick in den bayerischen Kindergesundheitsbericht: Demnach sind nur 28 Prozent der Drei- bis 17-Jährigen wie empfohlen täglich eine Stunde körperlich aktiv. „Wir wissen von zunehmenden Aufmerksamkeitsproblemen, weil der Mensch sich bewegen muss“, sagt der Augsburger Kinderarzt Martin Lang, Vorsitzender des Verbands bayerischer Kinder- und Jugendärzte. „Wir sehen deutlich mehr Bewegungsmangel, Aufmerksamkeitsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten.“


Bewegung führt zu besserer Aufnahmefähigkeit

Viele Forscher und Gesundheitsexperten sind sich einig darüber, dass sportliche Betätigung bei Kindern zu einem höheren Lernerfolg führen kann. So wird durch die Bewegung der Blutkreislauf im Körper angeregt und damit kommt es zu einer besseren Sauerstoffversorgung des Gehirns. Dadurch können Schüler den nachfolgenden Unterrichtsstoff besser verfolgen und aufnehmen. Zudem führt Sport in den Morgenstunden dazu, dass die Müdigkeit schneller vertrieben wird, was wiederum die Aufnahmefähigkeit der Kinder steigert. Dabei muss man allerdings festhalten, dass der Effekt bei nur zwei bis drei Stunden Sportunterricht in der Woche eher gering ist. Um wirklich effektiv wirken zu können, müsste sportliche Betätigung in noch viel größerem Umfang in den Schulalltag integriert werden.

Sportunterricht bringt Spaß

Wenn man Schüler nach ihrem Lieblingsfach in der Schule fragt, dann wird der Sportunterricht in einem übergroßen Verhältnis in den Antworten wiedergespielt sein. Dies liegt daran, dass er für die Kinder eine Abwechslung zum alltäglichen Lernen darstellt und damit auch als Auflockerung im Schulalltag fungiert.